Praxis

Kua-Zahl und Glücksrichtung: Feng Shui für dich
Eine Zahl aus dem Geburtsjahr, vier Himmelsrichtungen

· 3 Min. Lesezeit

Ein achteckiger Bagua-Kompass aus dunklem Lack und Gold auf einer Fensterbank, ein Lichtstrahl trifft einen Sektor, dahinter ein Schlafzimmer

Was die Kua-Zahl ist

Feng Shui kennt zwei Arten von Richtungen: die des Hauses und die der Person. Die Kua-Zahl beschreibt die zweite. Sie ordnet dich einer von acht Zahlen zu — die Fünf fällt weg — und damit einem der acht Trigramme des Bagua. Aus der Zahl folgen vier günstige und vier ungünstige Himmelsrichtungen, und die Zugehörigkeit zur Ost- oder Westgruppe.

Die Ostgruppe sind die Zahlen 1, 3, 4 und 9; ihre günstigen Richtungen liegen im Norden, Osten, Südosten und Süden. Die Westgruppe sind 2, 6, 7 und 8; ihre günstigen Richtungen sind Westen, Nordwesten, Südwesten und Nordosten. Innerhalb der vier gibt es eine Rangfolge: Sheng Chi, die Richtung des Wohlstands, ist die stärkste; dann folgen Gesundheit, Beziehung und persönliche Entwicklung.

Die Rechnung

Nimm die Quersumme deines Geburtsjahres und reduziere sie auf eine Ziffer. Für 1988: 1+9+8+8 = 26, 2+6 = 8. Dann unterscheidet die Rechnung nach Geschlecht — das ist die Konvention der Schule, nicht unsere Erfindung. Für Frauen, geboren vor 2000: Ziffer plus 5, wieder reduziert. 8 + 5 = 13, 1 + 3 = 4. Kua 4, Ostgruppe. Für Männer, geboren vor 2000: 10 minus Ziffer. Ein Mann des Jahrgangs 1990 rechnet 1+9+9+0 = 19, 1+9 = 10, 1+0 = 1, dann 10 − 1 = 9. Kua 9, ebenfalls Ostgruppe.

Ab dem Jahrgang 2000 verschiebt sich die Formel um eins: Frauen rechnen plus 6, Männer 9 minus Ziffer. Kommt am Ende eine 5 heraus, wird sie ersetzt — bei Männern durch 2, bei Frauen durch 8. Und wie im BaZi gilt das chinesische Sonnenjahr: Wer im Januar oder in den ersten Februartagen geboren wurde, vor Lìchūn um den 4. Februar, rechnet mit dem Vorjahr.

Was du damit machst

Die Kua-Zahl ist keine Prognose, sondern eine Ausrichtung. Drei Anwendungen sind alt und einfach: Schlafe mit dem Kopf in eine deiner günstigen Richtungen. Sitze bei der Arbeit so, dass du in eine günstige Richtung blickst, wenn es der Raum zulässt. Und betritt dein Zuhause, wenn möglich, durch eine Tür, die in eine günstige Richtung zeigt — das ist der Grund, warum manche Wohnungen sich für Menschen der einen Gruppe „richtig" anfühlen und für die anderen nicht.

Wichtig ist das Maß. Niemand soll sein Bett quer in den Raum stellen, um zwei Grad zu gewinnen; die Richtungen sind Sektoren von 45 Grad, keine Kompassnadel. Unsere Feng-Shui-Bühne zeigt dir die acht Sektoren und ihre Elemente; im Dashboard steht deine Kua-Zahl mit deinen vier Richtungen, sobald Geburtsjahr und Geschlecht bekannt sind.

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