Astrologie

Die Kraft der Mondphasen
Ein Zyklus in acht Schritten

· 3 Min. Lesezeit

Die acht Mondphasen als goldener Kreis um Sonne und Erde, vor einem Sternenhimmel in Mitternachtsblau

Was eine Mondphase wirklich ist

Der Mond leuchtet nicht selbst. Was wir sehen, ist Sonnenlicht auf seiner Oberfläche, und wie viel davon uns erreicht, hängt allein vom Winkel zwischen Sonne, Erde und Mond ab. Steht der Mond zwischen uns und der Sonne, liegt seine beleuchtete Seite von uns abgewandt: Neumond. Steht die Erde dazwischen, sehen wir die volle Scheibe.

Der ganze Umlauf dauert rund 29,5 Tage. Deshalb wandert dieselbe Phase jedes Jahr durch den Kalender und fällt nie auf dasselbe Datum. Wer mit dem Mond arbeiten will, richtet sich nach dem Zyklus, nicht nach dem Monatsersten.

Die vier Viertel und was sie tragen

Vom Neumond bis zum ersten Viertel wächst das Licht: eine Zeit, in der Vorhaben angelegt werden, noch unfertig und geschützt. Bis zum Vollmond nimmt die Spannung zu, das Begonnene will sichtbar werden. Der Vollmond zeigt, was gereift ist, und oft auch, was fehlt. Danach nimmt das Licht ab, und mit ihm die Kraft zum Loslassen von dem, was seinen Zweck erfüllt hat.

Wie du damit arbeitest

Nimm dir den Zyklus als Rahmen, nicht als Vorschrift. Notiere über zwei, drei Monate, wie es dir bei zunehmendem und bei abnehmendem Licht geht. Die meisten finden ein Muster, das erstaunlich verlässlich ist, und es ist ihr eigenes, nicht das aus einem Buch. Dein Dashboard zeigt dir die aktuelle Phase mit ihrem Beleuchtungsgrad.

Die acht Phasen im Einzelnen

Neumond: Sonne und Mond stehen zusammen, der Himmel ist dunkel — die Phase des Setzens, in der Vorhaben noch nicht laut sein müssen. Zunehmende Sichel: das erste Licht, erste Schritte, der Widerstand ist noch klein. Erstes Viertel: der Halbmond am Abendhimmel, die erste Krise, in der sich zeigt, ob das Vorhaben trägt. Zunehmender Mond: die Verfeinerung, das Nachbessern, kurz vor der Sichtbarkeit.

Vollmond: Sonne und Mond stehen sich gegenüber, alles ist beleuchtet — die Phase, in der Ergebnisse sichtbar werden, aber auch Spannungen. Abnehmender Mond: das Weitergeben, Erzählen, Teilen dessen, was geworden ist. Letztes Viertel: der Halbmond am Morgenhimmel, die zweite Krise — was lässt du los? Abnehmende Sichel: der Rückzug, die Ruhe, bevor der Kreis von vorn beginnt.

Mondphase und Mondzeichen sind zwei Dinge

Die Phase beschreibt, wie viel Licht der Mond zeigt; das Zeichen beschreibt, wo im Tierkreis er dabei steht. Beides ändert sich unabhängig voneinander: Ein Vollmond kann im Widder oder in der Waage stehen, und das färbt ihn. Wer mit dem Mond arbeitet, schaut auf beides — die Phase für den Rhythmus, das Zeichen für die Tonart. Die Mondphase deiner Geburt nennt die Astrologie übrigens auch: Wer bei Neumond geboren ist, beginnt anders als jemand vom Vollmond.

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