Astrologie
Mondzeichen berechnen: Warum die Uhrzeit zählt
Alle zweieinhalb Tage ein neues Zeichen
· 3 Min. Lesezeit

Was das Mondzeichen ist
Dein Sonnenzeichen ist das Tierkreiszeichen, in dem die Sonne an deinem Geburtstag stand. Dein Mondzeichen ist dasselbe für den Mond: das Zeichen, das er im Moment deiner Geburt durchlief. Die Sonne braucht einen Monat für ein Zeichen, der Mond nur rund zweieinhalb Tage. Deshalb reicht für die Sonne fast immer das Datum, für den Mond aber nicht.
In der Deutung steht die Sonne für das, worum es dir bewusst geht — Ziele, Willen, Selbstbild. Der Mond steht für das, was darunter liegt: wie du dich sicher fühlst, was dich tröstet, wie du reagierst, bevor du nachdenkst. Viele Menschen erkennen sich in ihrem Mondzeichen deutlicher wieder als in ihrer Sonne, gerade weil es das Unbewachte beschreibt.
Der Mond wandert dreizehn Grad am Tag
Jedes Tierkreiszeichen ist dreißig Grad breit. Der Mond legt rund dreizehn Grad pro Tag zurück, also wechselt er alle 55 bis 60 Stunden das Zeichen. An etwa jedem dritten Tag im Kalender liegt so ein Wechsel — und wer an einem solchen Tag geboren wurde, hat morgens ein anderes Mondzeichen als abends.
Ohne Uhrzeit lässt sich der Mond deshalb nur für die anderen zwei Drittel der Tage sicher bestimmen. Eine Auswertung, die ohne Zeit trotzdem ein Mondzeichen nennt, rät an den Wechseltagen — meist mit der Annahme „zwölf Uhr mittags". Das kann stimmen, muss aber nicht. Unsere Auswertung auf der Startseite zeigt den Mond darum nur, wenn du eine Uhrzeit eingibst.
Der Geburtsort spielt keine Rolle
Für den Aszendenten ist der Ort entscheidend, für den Mond nicht. Der Mond steht zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer bestimmten Stelle des Tierkreises, egal, von wo aus man ihn betrachtet. Was zählt, ist der Zeitpunkt in Weltzeit. Wer um 3:25 Uhr in Hamburg geboren wurde, hat dasselbe Mondzeichen wie jemand, der im selben Moment in Lissabon zur Welt kam — wir haben das über ein ganzes Jahr an vier Orten geprüft, ohne eine einzige Abweichung.
Nur die Zeitzone muss stimmen: 3:25 Uhr in Berlin ist ein anderer Weltmoment als 3:25 Uhr in New York. Eine gute Berechnung rechnet deine Ortszeit deshalb zuerst in Weltzeit um — samt Sommerzeit, die es in Deutschland seit 1980 durchgehend gibt, davor aber nur in einzelnen Jahren.
So findest du deine Geburtszeit
In Deutschland steht die Geburtszeit auf der Geburtsurkunde und im Geburtenregister des Standesamts, in Österreich und der Schweiz ebenfalls. Fehlt die Urkunde, hilft eine Anfrage beim Standesamt des Geburtsorts, oft auch der Mutterpass oder die Klinik. Die Angabe „irgendwann nachts" reicht dagegen nur an den zwei Dritteln der Tage, an denen der Mond ohnehin nicht wechselt.
Gib auf der Startseite dein Geburtsdatum ein, dazu die Uhrzeit, wenn du sie hast. Du siehst sofort deine Sonne und, mit Zeit, deinen Mond. Nichts davon wird gespeichert, es sei denn, du willst es — dann liegt deine Auswertung zum Start schon bereit.
Weiterlesen
BaZi: Was deine vier Säulen über dich sagenDie chinesische Astrologie kennt kein Sonnenzeichen. Sie kennt einen Tagesmeister — und ein Gleichgewicht der Elemente. · 2 Min. LesezeitAstrologie
Die Kraft der MondphasenWie du die Zyklen des Mondes für dich nutzen kannst. · 3 Min. LesezeitAstrologie
Aszendent ohne Geburtszeit: Was geht, was nichtOhne Uhrzeit bleibt der Aszendent offen. Vieles andere aber nicht — ein Überblick. · 2 Min. LesezeitPraxis